EGON SCHIELE (1890 - 1918)

E, obr: 27

 

Mit der Einrichtung des Egon Schiele Art Centrums im November 1993 kehrte Schiele nach Krumau zurück. Neben einer ständigen Ausstellung von Aquarellen und Zeichnungen sowie einem Dokumentationsraum zu Leben und Werk des Künstlers sind von Schiele selbst entworfene Möbel, seine Totenmaske und seine einzige Plastik zu sehen.

Biografie

1890                 1890 Geboren am 12. Juni in Tulln (in der Nähe von Wien). Der Vater Adolf Schiele, gebürtiger Wiener, ist Stationsvorsteher der k.k. Staatsbahnen, die Mutter Marie stammt aus Krumau/Böhmen. Zwei Schwestern Melanie und Gertrude.
1896 - 1902 Volksschule in Tulln, Realgymnasium in Krems und Klosterneuburg.
1905 1905 Tod des Vaters. Die Vormundschaft übernimmt der Onkel Leopold Czihaczek. Erste Gemälde.
1906 1906 Aufnahme an der Akademie der bildenden Künste in Wien, konfliktträchtiger Besuch der allgemeinen Malklasse von Professor Christian Griepenkerl, einem konservativen akademischen Maler der Jahrhundertwende.
1907 1907 Bekanntschaft mit Gustav Klimt. Erste Arbeiten unter dessen Einfluss, Ende 1909 eigenständiger Stil.
1908 1908 Erste öffentliche Ausstellungsbeteiligung im Kaisersaal des Stiftes Klosterneuburg.
1909 Teilnahme an der "Internationalen Kunstschau" in Wien. Vorzeitiger Austritt aus der Akademie; mit Gleichgesinnten gründet Schiele die "Neukunstgruppe", gemeinsame Ausstellung. Bekanntschaft mit dem Kunstkritiker Arthur Roessler, seinem wichtigsten Biographen und Förderer. Verbindungen zu Sammlern und Verlegern und zu den Architekten Otto Wagner und Joseph Hoffmann, dem Gründer der "Wiener Werkstätte", für die Schiele zeitweise tätig ist. Ausstellungen in österreichischen und deutschen Galerien.
1910 Arbeitsintensivstes Jahr; Durchbruch zur endgültigen künstlerischen Eigenständigkeit. Wiens überdrüssig, reist er nach Krumau - Heimatstadt seiner Mutter und häufiges Bildmotiv.
1911 Umzug nach Krumau mit Wally Neuzil, Lebensgefährtin und Lieblingsmodell. Freier Lebensstil und Aktzeichnungen nach jungen Mädchen stoßen in der Bevölkerung Krumaus auf Ablehnung; er verlässt die Stadt. Ausstellung in dem renommierten Wiener Salon Miethke. Aufnahme in die Münchner Künstlervereinigung "Sema", der auch Paul Klee und Alfred Kubin angehören. Erste Publikationen über Egon Schiele von Albert P. Gütersloh und Arthur Roessler.
1912 Verstärkte Teilnahme an Gruppenausstellungen im In- und Ausland: u.a. Galerie Goltz in München (mit dem "Blauen Reiter"), Köln ("Sonderbund") und Budapest ("Neukunstgruppe"). Repräsentative Ausstellung im Museum Folkwang in Hagen. Umzug nach Neulengbach: 24-tägige Untersuchungshaft wegen angeblicher Kindesent- und -verführung. Die unberechtigte Anklage wird fallen gelassen, aber gerichtliche Verurteilung zu drei Tagen Arrest wegen der Zeichnungen in seinem Atelier: sie seien für "Jugendliche zugängliche Pornographie". Bezug eines neuen Ateliers in Wien.
1913 Mitglied im Bund Österreichischer Künstler. Beteiligung an Ausstellungen in Budapest, Köln, Dresden, München, Paris, Rom und zum ersten Mal in der Wiener Secession. Veröffentlichung von Arbeiten und Gedichten in der von Franz Pfemfert herausgegebenen Berliner Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst "Die Aktion". Experimente in Druckgraphik. Bekanntschaft mit den Schwestern Adele und Edith Harms.
1915 Ausstellung bei Guido Arnot in Wien. Einberufung zum Militärdienst nach der dritten Musterung. Kurz vor dem Einrücken Heirat mit Edith Harms. Als Soldat zunächst in Prag und Neuhaus, dann in der Nähe von Wien stationiert.
1916 Bürodienst im Kriegsgefangenenlager Mühling. Trotz Militärdiensts Ausstellungsbeteiligungen u.a. in der Berliner und Münchner Secession. "Die Aktion" druckt ein Schiele-Sonderheft.
1917 Auftrag zum Zeichnen von Armee-Einrichtungen. Wohnt und arbeitet zeitweise in seinem Atelier. Plan zur Gründung der autonomen Künstlervereinigung "Kunsthalle". Teilnahme an der Kriegsschau in Wien.
1918 1918 Versetzung ins Heeresmuseum nach Wien. Nach Gustav Klimts Tod organisiert Schiele die 49. Ausstellung der Wiener Secession, er gestaltet auch das Plakat. Die Ausstellung bringt ihm den größten künstlerischen und materiellen Erfolg. Zahlreiche Aufträge aus der Wiener Gesellschaft und Bezug eines zweiten Ateliers.
Seine schwangere Frau Edith stirbt am 28. Oktober an der Spanischen Grippe. Am 31. Oktober erliegt Schiele - achtundzwanzigjährig - der Epidemie.
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